Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und leitet das Referat für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien .
Zugleich rief er Politik und Religionsgemeinschaften zu einem entschiedenen Vorgehen gegen Extremismus und Gewalt auf.
Pauschale Verdächtigungen gegen Religionen oder andere gesellschaftliche Gruppen schürten Spaltungen und Konflikte, heißt es seitens des Zusammenschlusses der christlichen Kirchen in Österreich. Pauschalisierungen widersprächen rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Prinzipien und erschwerten zugleich die Bekämpfung tatsächlicher extremistischer Strömungen. Frieden, Religionsfreiheit, Menschenrechte sowie demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien seien in Österreich „alternativlos“.
Der ÖRKÖ forderte die politisch Verantwortlichen auf, „mit Entschiedenheit, auf der Grundlage des Rechtsstaats und faktenbasiert, gegen Extremismus und jede Form von Gewalt vorzugehen“. Kirchen und Religionsgemeinschaften seien ebenfalls gefordert. Gewalt und Extremismus seien unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Begründung „auf das Schärfste“ zu verurteilen. Gleichzeitig müssten Kirchen und Religionen „pauschalen Verdächtigungen entgegentreten, die Religionsfreiheit schützen und sich mit Menschen und Gemeinschaften solidarisieren, die von Diskriminierung betroffen sind“.
Hintergrund sind Aussagen von Integrations- und Kultusministerin Claudia Bauer (ÖVP) zu einem geplanten Gesetz gegen den sogenannten politischen Islam.
Bauer hatte Anfang September erklärt, die Muslimbruderschaft und weitere islamistische Organisationen verbieten zu wollen. Auch ein Vorgehen gegen die IGGÖ könne nicht ausgeschlossen werden. Im Ö1-Sonntagsjournal stellte sie später klar, ein Verbot der IGGÖ stehe „mit keinem Wort im Raum“.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und leitet das Referat für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien .
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