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Was glauben Sie eigentlich?

Mehr als 50 Titel für Maria: Ist das nicht übertrieben?

GLAUBENS_GUT

In der „Lauretanischen Litanei“ wird Maria mit 54 Titeln angesprochen. Die ältesten davon reichen zurück in die frühchristlichen Jahrhunderte.

Ausgabe: 43/2026
20.10.2026
- Pater Martin M. Lintner
Pater Martin M. Lintner
Pater Martin M. Lintner

Sie haben einen christologischen Ursprung, das heißt, sie sagen etwas über Christus aus. Um z. B. den Glauben daran auszudrücken, dass Jesus Christus zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch ist, wurde Maria als Jungfrau und als Mutter bezeichnet. Viele weitere Titel, mit denen Maria angerufen wird, kreisen um diese beiden Grundthemen und werden in verschiedensten Formen ausgeschmückt.

 

Regina, Königin ...


Ein weiterer zentraler Titel ist der der Königin. Die allerjüngsten Titel wurden von den Päpsten Johannes Paul II. („Königin der Familien“) und Franziskus („Mutter der Hoffnung und Trost der Migranten“) hinzugefügt. Viele der verwendeten Titel versuchen, die Rolle, die Maria im Heilsgeheimnis Christi spielt, zu beschreiben. Beispiele sind: Mutter Christi, Mutter des Erlösers, Mutter der Kirche oder auch Sitz der Weisheit, da Christus, die göttliche Weisheit, auf ihrem Schoß sitzt.

 

Sitz Gottes 


Andere greifen biblische Bilder auf, die verdeutlichen, wie Maria in den göttlichen Heilsplan eingebunden ist: Tempel des Heiligen Geistes, Tabernakel der ewigen Herrlichkeit, Wohnung, ganz Gott geweiht. Auch dass Maria von Christus, dessen Mutter und erste Jüngerin sie war, erlöst ist, wird zum Ausdruck gebracht: Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen, Königin, in den Himmel aufgenommen.

 

Guter Rat ist teuer


Wieder andere Titel deuten darauf hin, dass Maria aufgrund ihrer besonderen Aufgabe in der Heilsgeschichte Verehrung zuteil wird: liebenswürdige Mutter, geheimnisvolle Rose und lobwürdige Jungfrau. Schließlich gibt es viele Anrufungen, die der jahrhundertelangen Volksfrömmigkeit entstammen, da das gläubige Volk Maria seit jeher unter verschiedensten Titeln anruft, beispielsweise: Mutter des guten Rates, Heil der Kranken, Pforte des Himmels oder Morgenstern.


Der Name der Lauretanischen Litanei stammt übrigens vom italienischen Wallfahrtsort Loreto, wo die älteste Version dieser Litanei aus dem Jahr 1531 überliefert ist.

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