„Wir sehen Sport als Lebensbegleitung“, sagt Josef Ratzenböck. Er ist als Bereichsleiter Wohnen in St. Pius, einer Einrichtung der Caritas für Menschen mit Behinderungen in Steegen, auch für den Sport zuständig. Im Vordergrund ist der Spaß an der Bewegung.
Ausgabe: 2013/25, Caritas für Menschen mit Behinderungen, St. Pius, Sport- und Spielefest, Steegen
18.06.2013
- Ernst Gansinger
Dieser Spaß war beim Sport- und Spielefest in Steegen am 15. Juni erlebbar. Anlaß dafür war ein rundes Jubiläum: Seit 30 Jahren gibt es in St. Pius Sport- und Bewegungsaktivitäten.
Die Lieblingsdisziplin zeigen und darin glänzen
Unterschiedliche Stationen ließen zum einen schnuppern, welche Sportarten von den etwa 85 Sportler/innen der DSG St. Pius ausgeübt werden. Zum anderen ermöglichten sie auch, in der eigenen Lieblingsdisziplin zu glänzen. Wie etwa Sonja Königseder, die beim Tischtennismatch gegen eine Große des Sports – Liu Yuan vom Tischtennisclub Linz-Froschberg – für schöne Ballwechsel sorgte. Die Peuerbacher Sportler gehören zu den Fans dieses Clubs und feuern die Spieler/innen wiederholt bei Staatsliga- und Champions League-Spielen an. Dass Gunther Renner, Vizepräsident des Klubs, mit Liu Yuan dem Fest einen Besuch abstattete, war nicht nur ein Dankeschön, sondern auch eine Unterstützung der Philosophie des Sports von Menschen mit Behinderungen.
Sport wird gelebt, nicht vermarktet
Der Präsident der Diözesanen Sportgemeinschaft DSG, Mag. Christian Zoidl, fasste diese Philosophie im Satz zusammen: „Hier wird Sport in Reinkultur betrieben, Sport pur.“ Sport wird gelebt, nicht vermarktet, nicht im Ehrgeiz erstickt: Sport als Ausgleich zur Arbeit, als Freude an Bewegung und an der Freizeitgestaltung. Natürlich gehört auch die Freude über besondere Leistungen dazu, wie jene von Jochen Welländer, der bei den Special Olympic Winterspielen in Südkorea im Schneeschuh-Laufen die Goldene gewonnen hat.