Der ehemalige Kanzler Kurt Schuschnigg versuchte in einer Erklärung seine Politik im Nachhinein zu rechtfertigen.
Ausgabe: 2013/25, Schuschnigg
19.06.2013
Er schloss diese Erklärung mit: „Persönlich erkläre ich meinen festen und freien Willen, in bedingungs- und vorbehaltloser Loyalität zu Führer, Reich und Volk zu stehen, und wäre froh, der deutschen Sache dienlich sein zu können.“
Diese Ergebenheitsadresse bewahrte ihn aber nicht vor schmählicher Behandlung durch die Nazis. Wie aus den Wachvorschriften der Gestapo Wien vom 8. September 1938 hervorgeht, stand Schuschnigg rund um die Uhr unter Beobachtung. Sogar die „Tür zum WC ist während des Aufenthaltes des Sch. in diesem Raum nicht ganz zu verschließen, sodass eine Überwachungsmöglichkeit besteht …“
Nächster Teil der Serie: Hitler ernennt Gauleiter