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Brasilien und der schöne Schein

Mit 3:0 gegen Spanien haben die Brasilianer den Confederations Cup überraschend klar gewonnen. Doch die Freude darüber konnte die anhaltende Kritik an den Missständen im Land nicht stoppen. Immer lauter wird dabei auch die Kritik an den WM-Planern, die brutal über die armen Leute hinwegfahren.
Ausgabe: 2013/27, Brasilien, Proteste, WM, Rio de Janeiro, Natal, São Paulo, Salvador da Bahia, IBEPIS
02.07.2013
- Susanne Huber
Doña Eva* muss weg. Ihr Leben lang hat die betagte Dame in der Nähe des alten Fußballstadions „Machadao“ in Natal gelebt. Die Stadt im Nordosten Brasiliens ist eine der zwölf Austragungsstätten für die Fußball-WM 2014. Das alte Stadion wurde dafür abgerissen. Es folgte 2011 der Bau der neuen „Arena das Dunas“, der noch nicht fertiggestellt ist. Doch auch rund um das neue Stadion verändert sich einiges. Im Zuge der Bau- und Infrastrukturmaßnahmen wurden und werden vor allem Siedlungen in den Armenvierteln, den so genannten Favelas, geräumt bzw. abgerissen. Um Platz zu schaffen für Großbauprojekte, Straßen, Sonderbuslinien. Auch Doña Eva ist davon betroffen. Ihr Haus wurde enteignet, von der Regierung hat sie eine Abfertigung bekommen. Aber mit den umgerechnet 14.835 Euro kann sie sich kein neues Haus kaufen. Nun ist sie auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
* name von der redaktion geändert

Steigende Immobilienpreise


Brasilien als Gastgeber für die Fußball-WM – als das im Jahr 2007 bekannt wurde, sah darin nicht nur die Regierung eine große Chance für das Land. Auch in der Bevölkerung gab es zunächst große Hoffnung, dass durch die Investitionen für die WM 2014 und andere Mega-Events – im Bereich des Transportwesens, der Infrastruktur, des Wohnungsbaus etc. – Brasiliens Wirtschaftswachstum wieder angekurbelt wird. „Im Laufe der Zeit stellte sich leider heraus, dass im Endeffekt vor allem der Immobilienmarkt gestärkt wurde“, berichtet Argemiro Ferreira de Almeida, Projektpartner der Dreikönigsaktion. Der Brasilianer ist Mitglied des WM-Bürgerkomitees in Salvador da Bahia sowie des nationalen Netzwerks der WM-Bürgerkomitees der Austragungsstädte. „Durch die zunehmenden Bautätigkeiten sind die Preise auf dem Immobilienmarkt gestiegen. Das hat weitere Investoren angelockt. Armensiedlungen wurden geräumt, um den Interessen von Kapitalisten Rechnung zu tragen.“

Rechtsverletzungen


Die Bevölkerung wird in Planungsprozesse nicht mit einbezogen. Das zeigt ein Vorhaben in der Stadt Fortaleza, wo für die WM eine Sonderbuslinie errichtet
werden soll. Im Plan sieht man, dass der Verlauf der Strecke mitten durch Armensiedlungen führt; bei einer Luxuswohngegend macht die Streckenführung dagegen einen Umweg. „Das bedeutet, Armensiedlungen sind keine Hindernisse, sie werden aus dem Weg geräumt. Das sind schmerzliche Rechtsverletzungen, die in diesen Vorbereitungsbauarbeiten passieren – ein Widerspruch zum Recht auf Wohnen, das in der brasilianischen Verfassung garantiert ist“, so Almeida.
Laut Schätzungen sind insgesamt 200.000 Favelabewohner/innen in den 12 WM-Städten von Zwangsumsiedlungen betroffen.

Landflucht


Die jeweiligen Stadtverwaltungen argumentieren, dass die Familien in den Favelas keine Urkunden besitzen, die belegen, dass ihnen die Häuser gehören. „Die Leute sind in den vergangenen 30 Jahren aus den ländlichen Regionen in die großen Metropolen geflüchtet, weil ­Großgrundbesitzer ihr Land vereinnahmt haben. Massen an Menschen leben de facto seit 30 Jahren in informellen Siedlungen ohne Urkunde. Aber in der brasilianischen Verfassung ist festgeschrieben, sobald sie zehn Jahre an einem Ort wohnen, haben sie das Anrecht auf das Stück Land. In der Praxis wird das aber nicht eingehalten, Familien werden von ihren Wohnorten vertrieben“, sagt der Brasilianer. Das Schlimme dabei sei nicht nur, dass die Leute ihre Häuser verlieren, sondern dass sie auch keinen angemessenen Ersatz bekommen. „Es gibt Fahrtkostenunterstützung für ein Busticket in ihre ursprünglichen Heimatorte, wo sie aber keine Wohnung mehr haben. Oder sie bekommen Mietunterstützung, die so gering ist, dass sie keine entsprechende Wohnung mieten können. Das ist traurig und pervers.“

Alkohol und Verzweiflung


Nicht selten werden vertriebene Familien von Verwandten oder Bekannten aufgenommen, die sich selbst in prekären Wohnsituationen befinden, weiß Almeida. Es gibt auch Fälle, wo jene, die niemanden haben, auf der Straße landen. Dazu kommen eine Reihe anderer sozialer Probleme wie Alkoholismus und Verzweiflung.
Auch die Psychologin und Menschenrechtsaktivistin Dilma Felizardo kennt diese Problematik. „Abgesehen vom ökonomischen Wert, der bei weitem nicht ausreicht, um ein neues Haus anzuschaffen, geht der persönliche, der emotionale und symbolische Wert, den ein Haus, in dem man ein Leben lang gelebt hat, verloren. Menschen werden umgesiedelt, enteignet, vertrieben, rausgerissen aus ihrem gewohnten Alltag. Familien, alte Menschen und Kinder verlieren ihre Freunde, Nachbarn und Schulkameraden. Das passiert in allen 12 Städten, die Austragungsorte der Fußball-WM sein werden, wie Rio de Janeiro, Natal, São Paulo oder Salvador da Bahia“, so die Leiterin der Organisation IBEPIS in Natal. Die Projektpartnerin der Dreikönigsaktion verteidigt seit vielen Jahren die Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Verstoß gegen die Verfassung


Sowohl Felizardo als auch Almeida kritisieren zudem, dass für die Veranstaltung der WM bestehende Gesetze in Brasilien verändert wurden, um die Geschäfte der FIFA zu fördern. So darf im Umkreis von zwei Kilometern rund um FIFA-Veranstaltungen wie Fußballspiele, Konferenzen oder Fan-Meilen kein Straßenhandel stattfinden. Damit wird gegen die brasilianische Verfassung verstoßen. „Die große Ungerechtigkeit dabei ist, dass in diesen ,Ausgrenzungszonen‘ nur die Sponsoren der FIFA ihre Produkte verkaufen und Profit machen können“, bemängelt Almeida. Dazu kommt, dass in allen 12 WM-Austragungsstädten gewaltsam gegen Obdachlose vorgegangen wird.
Als Video-Aktivist dokumentiert Argemiro Ferreira de Almeida das oft brutale systematische Vorgehen der Polizei gegen Menschen, die auf der Straße oder unter Brücken schlafen und vertrieben werden. „Es geht darum, den schönen Schein zu wahren, ein perfektes Bild ohne Obdachlose und Straßenhändler zu zeigen. Die sozialen Probleme sollen unsichtbar gemacht werden. Dagegen kämpfen wir bei den WM-Bürgerkomitees an, um diese Prozesse aufzuhalten. Die ganze Welt soll davon erfahren.“ Almeida zeigt in seinen Videos aber nicht nur die schrecklichen Situationen auf, sondern auch den aktiven Widerstand, die Kraft der betroffenen Bevölkerung, die sich gegen diese Situation wehrt.

Reformen fehlen


Seit Wochen finden in Brasilien Proteste statt. Die Menschen nutzten den Confederations Cup, der in Brasilien unlängst als Generalprobe für die Fußball-WM 2014 stattgefunden hat, um die Weltöffentlichkeit auf die Probleme im Land aufmerksam zu machen. Die Brasilianer/innen wehren sich gegen Korruption; gegen desolate Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen auf der einen Seite und die hohen Kosten, die in Sportveranstaltungen gesteckt werden, auf der anderen Seite; sie lehnen sich auf gegen Zwangsumsiedlungen im Vorfeld der WM; gegen Tariferhöhungen im öffentlichen Nahverkehr, die in einigen Städten bereits wieder zurückgenommen wurden. Der Wirtschaftsboom Brasiliens stagniert. Es fehlt an tiefgreifenden Reformen. Die Menschen fordern spürbare Verbesserungen. Präsidentin Dilma Rousseff hat nun eine Volksabstimmung in Aussicht gestellt über wichtige politische Reformen. Die Proteste gehen trotzdem weiter.

Zur Sache

Weltjugendtag in Rio nicht gefährdet


Der Erzbischof von Rio, Orani João Tempesta, sieht die Sicherheit des vom 23. bis 28. Juli in Rio de Janeiro stattfindenden katholischen Weltjugendtags (WJT) nicht von den aktuellen Protestaktionen bedroht. Er begrüßte die Demonstrationen, die ein ähnliches Anliegen wie der WJT haben. Der Weltjugendtag sei ein positiver Event mit der Beteiligung der Jugend. Diese Jugend habe christliche Werte, „die auf eine Veränderung der Welt mit einem Herz voll Gerechtigkeit und Frieden zielen und die damit einen differenzierten Blick auf die hier in Brasilien geforderten Veränderungen geben“. Erste Proteste im Land richteten sich gegen die gestiegenen Kosten für den öffentlichen Personenverkehr. Inzwischen gibt es auch Großkundgebungen, die sich u. a. gegen Korruption und Defizite in den Bereichen Bildung und  Gesundheitswesen richten.
Auch das deutsche Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat ist der Ansicht, der bevorstehende Weltjugendtag in Rio könne ein Forum werden, die in den derzeitigen Protesten offenbar werdenden Probleme friedlich zu debattieren. Ein Ort dafür sei etwa das geplante „International Youth Hearing“, bei dem Jugendliche auf ihre Anliegen aufmerksam machen wollen.

Beim Weltjugendtag, zu dem auch Papst Franziskus kommen will, werden bis zu 2,5 Millionen Teilnehmer/innen erwartet. Der gesamte Polizeiapparat Rio de Janeiros ist laut Angaben des Sekretariats für öffentliche Sicherheit mit der Kontrolle der Situation beauftragt. Allerdings seien Prognosen über neue
Proteste schwierig zu treffen, da diese kurzfristig über soziale Netzwerke ausgerufen würden. Man rechne jedoch mit einer schrittweisen Abnahme der
Demonstrationen in den kommenden Tagen.
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