Echtheit eines Briefes von Kanzler Schuschnigg angezweifelt.
Ausgabe: 2013/27, Schuschnigg
02.07.2013
Zu dem in der Rubrik „Bedenkzeit“ veröffentlichten Beitrag zur „Ergebenheitsadresse“ von Kanzler Schuschnigg wiesen mehrere Leser darauf hin, dass die Echtheit des Briefes bzw. seines Inhaltes anzuzweifeln sei. Schuschnigg selbst sagte 1967 in einem „Spiegel“-Interview: „Nichts in dieser Zeit ist aus freien Stücken erfolgt. So kam es unter stärkstem psychischem Druck und in physischer Notlage – ich hatte vorübergehend das Sprechvermögen verloren – im Sommer 1938 zu ,Erklärungen‘.“ Weiters führte Schuschnigg an, dass der vorliegende Text „durch Zusätze und Streichungen – ohne mein Dazutun – die letzte Form erhalten haben“ kann.