Neben der Kirche. Vor 25 Jahren, am 30. Juni 1988, weihte der französische Erzbischof Marcel Lefebvre gegen das ausdrückliche Verbot des Papstes vier Mitglieder der von ihm gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Bischöfen. Damit zogen sich er und die beteiligten Bischöfe die Exkommunikation zu. Bereits 1975 hatte Rom der Piusbruderschaft die kirchenrechtliche Zulassung entzogen. 2009 hob Papst Benedikt die Exkommunikation der Bischöfe auf; Rom begann einen Dialog mit der Piusbruderschaft. Nachdem diese sich bis jetzt jedoch weigerte, den nachkonziliaren Messritus sowie wesentliche Lehren des Konzils über die Ökumene, die nichtchristlichen Religionen und die Religionsfreiheit anzuerkennen, kündigte Rom kürzlich ein Ende des Dialogs an.
Asyl für Snowden. Er sehe wenig Gründe, warum Österreich dem Aufdecker des US-amerikanischen Abhorch- und Datenskandals, Edward Snowden, kein Asyl gewähren sollte. Das sagte Caritaspräsident Franz Küberl. Natürlich müsste Snowden wie jede/r andere Asylwerbende ein Verfahren durchlaufen; aber die Bedrohung mit einer langjährigen Haftstrafe für die Aufdeckung rechtsstaatlicher „Ungeheuerlichkeiten“ sei wohl ein starker Asylgrund.
Golan-Geld. Österreich sollte die durch das Ende des Golan-Einsatzes frei werdenden Mittel für die Entwicklungshilfe einsetzen. Das forderten die Abgeordneten Bayr (SPÖ) und Huainigg (ÖVP) sowie der Dachverband „Globale Verantwortung“.