Die Katholische Aktion Oberösterreich ist beunruhigt – über Vorfälle, in denen die österreichische Strafjustiz auffallend mild geurteilt beziehungsweise Verfahren überhaupt eingestellt hat.
Es dürfe nicht sanktionslos hingenommen werden, wenn jemand historische Tatsachen wie die Existenz von KZ-Krematorien im Zweiten Weltkrieg oder die Ermordung von Anne Frank öffentlich leugne, sagt Dr. Bert Brandstetter, Präsident der Katholischen Aktion OÖ. Auch die antisemitische Beschimpfung eines jüdischen Rabbiners durch einen Nazi-Hooligan auf dem Wiener Schwedenplatz falle in eine ähnlich Kategorie. Polizisten hätten den Vorfall beobachtet, seien aber nicht eingeschritten.
Die KA OÖ appelliert an die Justiz, rechtsextreme Vorfälle nicht zu bagatellisieren. Ähnlich äußerten sich auch das Mauthausen Komitee Österreich, das Antifa-Netzwerk, SPÖ, GRÜNE und KPÖ sowie die Israelitsche Kultusgemeinde.