155 Kilometer in sechs Tagen legten die Teinehmer/innen der Pilgerreise von Traun nach Mariazell zurück. Eine lange Tradition feierte heuer einen runden Geburtstag in der Gemeinde Traun.
„Wallfahren ist Beten mit den Füßen“, erklärt Pfarrer Franz Wild, der mit seiner Trauner Gemeinde heuer das 30. Wallfahrtjubiläum feierte. 62 Frauen, Männer und Kinder machten sich von 13. bis 18. August auf den Weg nach Mariazell. Grünburg, Großraming, Hollenstein, Lunz am See, und Zellrein waren die Stationen der sechstägigen Reise. Die Teilnehmer/innen erfreuten sich an der vielfältigen Landschaft und genossen das heitere Zusammensein. „Die gemeinsamen Herausforderungen, das Entdecken kleiner und großer Geheimnisse und die unkomplizierte geistliche Gemeinschaft sind wertvolle Erfahrungen. Man spricht über wesentliche Themen, ohne dass sie verordnet werden“, erzählt Pfarrer Wild.
Die Wallfahrt ist zum Fixpunkt geworden.
Die langjährige Tradition fußt im Jahr 1983 mit der Pensionierung des damaligen Pfarrers. Trotz vielfacher Bemühungen wurde kein Nachfolger gefunden und so beschloss man, das Anliegen in eine Wallfahrt nach Mariazell zu übernehmen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Wallfahrt zu einem Fixpunkt im Pfarrkalender. Die Reiseziele sind vielfältig: Die letzten Jahre führten die Gruppe beispielsweise nach Maria Bründl in Tschechien, Maria Eck im Chiemgau oder zu verschiedenen Wallfahrtskirchen in Tirol und Kärnten. „Eigentlich veranstaltet nicht die Pfarre diese Wallfahrt; sie ist als Anliegen von Leuten aus der Pfarre entstanden und zu einem konkreten Ort pfarrlichen Lebens geworden“, freut sich Pfarrer Wild.