Angesichts der immer größer werdenden Flüchtlingsströme aus Syrien hat die von der Caritas, dem ORF und dem Roten Kreuz ins Leben gerufene Spendenaktion „Nachbar in Not“ einen Aufruf gestartet.
Ausgabe: 2013/36, Syrien, Flüchtlinge, Nachbar in Not
03.09.2013
Fast sieben Millionen Menschen innerhalb und außerhalb Syriens – die meisten davon Frauen und Kinder – seien mittlerweile von den Bürgerkriegswirren in dem arabischen Land betroffen und auf Hilfe angewiesen. Während der Fokus der Medien auf möglicherweise bevorstehenden US-Militärschlägen liege, rücke die Situation der syrischen Flüchtlinge in den Hintergrund, betonten die Koordinatoren.
Hilfe dringend nötig
Bereits im Mai hatte der Zusammenschluss der Hilfsorganisationen zu einer Spendenaktion aufgerufen und bisher 1,9 Millionen Euro gesammelt. Hilfe sei aber nach wie vor dringend nötig: „Die Menschen, die flüchten mussten, haben größtenteils alles verloren. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder, die nun – oft schwer traumatisiert – auf unsere Unterstützung angewiesen sind“, betonte Christoph Schweifer, Caritas-Generalsekretär für internationale Angelegenheiten und „Nachbar in Not“-Vorstand. Die bisher gesammelten 1,9 Millionen wurden bereits von den „Nachbar in Not“-Mitgliedsorganisationen – Care, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe – in konkreten Hilfsmaßnahmen und Projekten für die Bedürftigen umgewandelt.
Fast- und Gebetstag für Frieden
Papst Franziskus ruft für den 7. September zu einem weltweiten Tag des Gebets und des Fastens für den Frieden in Syrien und in den anderen Konfliktherden der Welt auf. Er selbst werde am kommenden Samstagabend auf dem Petersplatz eine Gebetwache leiten, sagte der Papst bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom. Zugleich rief Franziskus die anderen christlichen Kirchen auf, sich dieser Initiative anzuschließen. „Wir wollen, dass in dieser unserer von Spaltungen und Konflikten zerrissenen Welt Frieden entsteht“, so der Papst. Und mit lautet Stimme rief er: „Nie mehr Krieg!“. Eindringlich forderte Franziskus die Konfliktparteien sowie die internationale Gemeinschaft auf, sich nicht in ihren eigenen Interessen zu verschließen, sondern mit Mut und Entschlossenheit Verhandlungen zu führen und „blinde Gegensätze“ zu überwinden.
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