Die oö. Wirtschaftskammer kritisiert das österreichische Denkmalschutzgesetz. Mit dem Hinweis auf die Situation 1998 in Enns, wo 35 Verfahren zur Unterschutzstellung vor der Einleitung und weitere 30 Objekte auf der Warteliste standen, regt die Wirtschaftskammer an, auch der Wirtschaftlichkeit denkmalgeschützter Häuser Augenmerk zu schenken. Auch andere öffentliche Interessen als das der Erhaltung eines Denkmals aus historischer/kultureller/künstlerischer Sicht gelte es zu berücksichtigen – Arbeitsplatzsicherung und Revitalisierung des Stadtzentrums zum Beispiel. Denkmalschutz sei gerade in Hinblick auf den Fremdenverkehr höchst notwendig, beteuert die Wirtschaftskammer. „Dennoch ist es an der Zeit, nach einem zeitgemäßen Denkmalschutz Ausschau zu halten, um eine Bewahrungvon historisch/künstlerischen Einmaligem durch die Eigentümer sicherstellen zu können.“ Bei zunehmenden Wegfall der staatlichen Förderungen brauche dies steuerliche Entlastungen und erleichterte Möglichkeiten, für eine zeitgemäße wirtschaftliche Nutzung Objekte baulich zu ändern, was das Erhaltungskapital erwirtschaften läßt.