Für die Anliegen behinderter Menschen gründete die Caritas „WE WORK“ – eine Personalvermittlung für Menschen mit Behinderung und psychosozialer Benachteiligung. WE WORK steht allen oö. Firmen kostenlos zur Verfügung. Auch pro mente Oberösterreich betont: „Die Zahl der psychisch beeinträchtigten Menschen unter den als schwer vermittelbar eingestuften Arbeitslosen steigt dramatisch. Waren es 1995 österreichweit noch 4.600 Personen, erhöhte sich diese Zahl 1998 auf 6.227 Personen . . . Diese alarmierende Entwicklung wird auch durch den Weltgesundheitsbericht 1998 der WHO belegt – weltweit gehen bereits mehr Arbeitstage aufgrund von psychischen Störungen verloren, als durch körperliche Leiden! „Die hinter der Behinderung vorhandenen Fähigkeiten bleiben oft versteckt“, sagt Dr. Josef Bauer von der Caritas. Behinderte Menschen wären bei gezielter Förderung und wenn ihnen mehr zugetraut wird, viel besser integrierbar und könnten auch am ersten Arbeitsmarkt (also nicht nur in geschützten Werkstätten) ihre Leistung erbringen. Auch pro mente argumentiert: „Verstärktes Bemühen, geschützte Werkstätten aufzubauen, sind kein geeigneter Weg zur Integration. Integration kann nur ihr Ziel erreichen, wenn die soziale Umgebung und das Bedürfnis jedes Menschen nach gesellschaftlicher Teilhabe berücksichtigt wird.“ Damit behinderte Menschen im Regelarbeitsmarkt bestehen können, braucht es Voraussetzungen. Auch die Betriebe brauchen Hilfe. Der konkrete Arbeitsplatz muß auf einen bestimmten behinderten Menschen abgestimmt werden. „WE WORK“ leistet dies. Diese neue Form der Integrationsarbeit soll bis zu 20 behinderte Menschen vermitteln, die derzeit in Projekten beschäftigt sind, die vom Bundessozialamt finanziert werden. Für WE WORK tragen das Bundessozialamt (EU-Gelder) und das Land OÖ. (Landesrat Ackerl) die Finanzierung.
WE Work Linz, Steingasse 25/II, Tel. 0732/781820-22.