Man tut sich oft schwer, etwas zu schenken. Was hat ein Mensch noch nicht, das man ihm schenken könnte? Was fehlt ihm noch? Weihnachten, Geburtstage, immer mehr auch das Osterfest werden zum Anlaß, etwas zu schenken. Um ein Geschenk geht es zu Ostern tatsächlich. Gott schenkt das Leben über die Todesangst hinaus. Etwas, das sich niemand selber schenken kann, das man von niemandem erwarten kann ist das. Nicht der selbstgemachte Himmel des Konsums und Wohlstands ist es, nicht die Glücksverheißungen der Freizeitindustrie stehen im Mittelpunkt. Das Leben selbst. Jene spüren es am meisten, die ihr Leben nicht als eine Selbstverständlichkeit erleben können. „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, sagt Christus. Das ist die entscheidende Ostergabe.
Leben zu dürfen im Licht des Auferstandenen, wünscht die Kirchenzeitung zum Osterfest 1999allen Leserinnen und Lesern.