Eine Pattstellung in der tschechischen Regierung hat zum Aufschub der Entscheidung über die Inbetriebnahme des an nahe der oberösterreichischen Grenze gelegenen Atomkraftwerkes Temelin geführt. Alle Seiten sollen noch einmal Kostenrechnungen vorlegen. Die OÖ. Plattform gegen Atomgefahr weist auf zwei Aspekte hin: Ein Nutzungskonzept für Temelin nach einem Baustop sollte erarbeitet werden. Eine Informationsinitiative soll über die wirtschaftlichen Folgen des liberalisierten Strommarktes informieren. Temelin-Strom wäre unter den gegebenen Voraussetzungen nicht wirtschaftlich, meint man bei der Plattform. Geschäftsführer Josef Pühringer beobachtet ein Kippen der Stimmung innerhalb der tschechischen Öffentlichkeit gegen das Kernkraftwerk.