In Chile ist vergangene Woche ein Massengrab mit sterblichen Überresten von Opfern der Pinochet-Diktatur mit Hilfe der Kirche freigelegt worden. Im Zuge einer Besinnungswoche, zu der die Kirche aufgerufen hatte, informierte ein Offizier der Streitkräfte den Bischof von Punta Arenas, Tomas Gonzalez Morales, über den bislang geheimgehaltenen Begräbnisort. „Ich möchte mich von einer furchtbaren Last befreien, die auf meinem Gewissen lastet“, erklärte der hochrangige Offizier. Der Informant habe aber darum gebeten, seinen Namen unter allen Umständen zu verschweigen, sagte ein Sprecher der Diözese. Am Mittwoch vergangener Woche entschieden die britischen Lordrichter, daß Ex-Diktator Augusto Pinochet an Spanien ausgeliefert, ihm dort allerdings erst für Vergehen nach dem 29. September 1988 der Prozeß gemacht werden darf. An diesem Tag hat die britische Regierung die Anti-Folter-Konvention ratifiziert.