Als Katholiken ist es uns ein Anliegen, am Sonntag den Pfarrgottesdienst zu besuchen. Als unsere beiden Kinder zumindest drei Jahre alt waren, nahmen wir sie vermehrt mit. Doch nur zu oft ärgerten wir uns, weil sie zu laut waren, mehr unter den Bänken als auf den Bänken zu finden waren, und mit den Füßen gegen die Bänke schlugen. Bald war es soweit, daß unsere Kinder zu den „faden“ Gottesdiensten auch nicht mehr mitgehen wollten – und wir konnten dies auch verstehen, da der Gottesdienst doch ausschließlich für Erwachsene konzipiert ist und eine Stunde für Vierjährige doch viel länger dauert. Da jedoch der Besuch des Gottesdienstes auch ein Stück Familie bedeutete, wollten wir den Kindern die Zeit überbrücken helfen. Daher nahmen sie nicht nur Bilderbücher, sondern auch ihre Lieblingskuscheltiere mit, um so gemeinsam mit dem „besten Freund” den Gottesdienst zu überdauern. Wollen sie jedoch trotzdem einmal nicht mitkommen, so bleiben sie zu Hause, da wir sie verstehen können, weil wir uns selbst noch an „erzwungene“ Gottesdienstbesuche in unserer eigenen Kindheit erinnern können.