Immer wieder kommt es in österreichischen Asylverfahren zu gravierenden Meinungsunterschieden, wie in einem Herkunftsland eines Flüchtlings die tatsächliche Menschenrechtssituation und damit die konkrete Bedrohung des Asylanten aussehen. Diese Lücke soll nun geschlossen werden. In den Räumen der kirchlichen Österreichischen Forschungsstiftung für Entwicklungshilfe (ÖFSE) soll ein neues Forschungs- und Dokumentationszentrum zu Asyl und Menschenrechten eingerichtet werden. Das Zentrum steht unter der Schirmherrschaft des UN-Flüchtlingshochkommissariats und wird in den ersten beiden Jahren von der EU finanziert. Träger des Zentrums sind neben der OFSE unter anderem Amnesty international, die Caritas, der Evangelische Flüchtlingsdienst und SOS Mitmensch. Hauptaufgabe ist es, in Vernetzung mit ausländischen Partnern möglichst detaillierte und objektive Informationen über Fluchtländer zu sammeln.