Die Schule soll den Jugendlichen Werte vermitteln, die für eine solidarische und demokratische Gesellschaft notwendig sind. Doch das Wertebewußtsion der Gesellschaft ändert sich. Die Langzeitbeobachtung des IMAS-Institutes, 1973 begonnen, spiegelt dies wider: Gesundheitsbewußtsein, Wissensdurst, Sparsamkeit stehen heute voran. Höflichkeit (einst mit Sparsamkeit und Gehorsdam an der Spitze), Freundlichkeit, Umweltbewußtsein Strebsamkeit folgen. Ganz am Ende dieser Werteskala stehen Toleranz gegen Ausländer und Asylanten, Opferbereitschaft für andere sowie Frömmigkeit und christlicher Glaube (etwas 1/5).Die Eltern verlassen sich in der Wertevermittlung immer mehr auf die Schule. Sie soll mündige Bürger, wissende Erwachsene, engagierte Demokraten und neugierige Weiterlernende hervorbringen. Das Selbstverständnis der Kinder ist geändert – Solidarität und Toleranz haben das Nachsehen gegenüber egoistischen Zielen (Durchsetzungskraft, Härte). Die Schule will Toleranz, Respekt und Solidarität als Tugenden für die Zukunft vermitteln.