Schon jede/r vierte Österreicher/in hat ein Mobiltelefon
Ausgabe: 1999/15, Handy
13.04.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Wie aber schaut es um die gesundheitlichen Probleme in Zusammenhang mit dem Handyboom aus? Dieser Frage ging eine gemeinsam von OÖ. Umweltakademie und Umweltanwaltschaft veranstaltete Tagung am 9. April in Linz nach.Einer der führenden Wissenschafter in diesem Bereich, Dr. Lebrecht von Kitzing von der Medizinischen Universität Lübeck, kritisierte, daß bei den derzeitigen Strahlungs-Grenzwerten jene Tatsache unberücksichtigt bleibt, daß das biologische Regulationssystem des Menschen sehr ineinander verwoben ist. Michaela Reeh vom Forum Mobilkommunikation Wien sah die Sache anders. Sie kritisierte die Verunsicherung der Bevölkerung durch widersprüchliche Ausssagen. Schon die erzeugten Ängste führten manchmal zu Krankheitssymptomen. Dipl. Ing. Karl Auzinger von der OÖ. Umweltanwaltschaft schlug zur Verminderung der Strahlenbelastung die kopfseitige Abschirmung der HandyAntenne zund deren Monate am unteren Ende des Gerätes vor. Die Betreiber sollten außerdem ihre Antennen auf einem gemeinsamen Mast bündeln. Aus landschaftsästhetischen Gründen, so sein Rat, sollten dazu eher bestehende Masten, Hochspannungsleitungen, Kirchtürme mit Antennen bestückt werden.