In der Lagerkapelle Mauthausen feiert am 19. April, 19 Uhr, Diözesanbischof Maximilian Aichern zusammen mit dem Bischof von Birmingham, Maurice Couve de Murville, eine Gedenkmesse an Marcel-Callo. Der Bruder des Seligen von Mauthausen, Jean Callo, wird dabei sein.
Am 19. März 1945 – knapp vor Kriegsende – ist Marcel Callo im Konzentrationslager Mauthausen nach den Qualen der KZ-Haft gestorben. Elf Monate zuvor – am 19. März 1944 war der für junge Arbeiterchristen engagierte Franzose verhaftet worden. Sein Leiden und sein Lebensbeispiel hat Papst Johannes Paul II. am 4. Oktober 1987 mit der Seligsprechung Callos ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Erst zwei Stunden vor seinem Tod hatte Oberst Tibodo, französischer Widerstandskämpfer und Mitgefangener, Callo kennengelernt. Über diese Begegnung schreibt er: „Wenn ich, ein alter Ketzer, der Tausende von Gefangenen sterben sah, von diesem Blick Marcel Callos so beeindruckt war, dann deshalb, weil etwas Außergewöhnliches in ihm lag. Für mich war es die Hoffnung: Sein Blick verriet die tiefe Überzeugung, daß er auf das Glück zuging. Er war ein Akt des Glaubens und der Hoffnung auf besseres Leben. Bei keinem anderen Sterbenden habe ich je einen solchen Blick gesehen.“ Bereits am Sonntag, 18. April , findet in der Pfarre Linz-Auwiesen ein Callo-Gedenken statt. Um 9.30 Uhr ist Messe mit dem Bischof von Birmingham, um 19 Uhr ist eine Vesper mit beiden Bischöfen und mit dem Bruder des Seligen.