Seine persönliche Erschütterung über die Massenvertreibungen und das Ausmaß der Katastrophe im Kosovo und in den angrenzenden Ländern drückte der Linzer Bischof Maximilian Aichern am Samstag gegenüber dem ORF-Radio Oberösterreich aus. „Einzig die humanitäre Hilfe für die Opfer kann jetzt das Überleben dieser Menschen sichern und ist daher ein Gebot der Nächstenliebe“, sagte Bischof Aichern. Er sei glücklich über den unermüdlichen Einsatz der österreichischen Hilfsorganisationen und besonders auch der Caritas. Der Linzer Bischof beglückwünschte den ORF mit der Aktion Nachbar in Not, daß in so kurzer Zeit so viele Spenden für die notleidenden Menschen im Kriegsgebiet aufgebracht werden konnten. „Ich danke allen oberösterreichischen Spenderinnern und Spendern für ihre großzügige Unterstützung und bitte sie, auch weiterhin ein offenes Herz für unsere Nachbarn in dieser schwierigen Notsituation zu haben“, sagte Bischof Aichern. Er dankte im besonderen auch allen Pfarren und Mitbürgern, die wieder - wie bei der Bosnienhilfe - bereit sind Flüchtlinge aufzunehmen und kündigte an, daß auch er wieder eine Flüchtlingsfamilie im Bischofshof beherbergen wird.