Was ändert sich für Umwelt, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, wenn das Atomkraftwerk in Temelin in Betrieb geht - und was, wenn es einen Baustop gibt? Wissenschafter erarbeiten jetzt beide Szenarien. Auch das Land Oberösterreich hat an der Linzer Universität eine solche Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen bis 30. April vorliegen, damit sich dann die tschechische Regierung mit dem Endbericht befassen kann. Eine weitere Studie beschäftigt sich damit, wie sich das Kraftwerk nach einem Baustop nutzen ließe. Der tschechische Umweltminister hält ein Technologie-Zentrum für möglich. Die „Plattform gegen Atomgefahr“ forderte Kanzler Viktor Klima auf, bei einem Baustop 500 Millionen Schilling für Tschechien bereitzustellen. Mit diesem Geld könne man den Umstieg von Elektroheizungen auf andere Heiztechniken - etwa Fernwärme und Gas - fördern. Auch solle Österreich Umschulungsprogramme für jene Arbeitnehmer unterstützen, die bei einem Baustop den Job verlieren würden.