Ungeachtet der kirchlichen Schwierigkeiten spiegelt die soeben von der Diözesanfinanzkammer Linz veröffentlichte kirchliche Statistik ein vielfältiges Leben der oö. Kirche wider. Wie bei keiner anderen gesellschaftlichen Gruppe versammeln sich jeden Sonntag im Schnitt 227.600 Kirchenbesucher in den oö. Kirchen. Zu diesen 21 Prozent regelmäßigen Kirchenbesuchern kommen viele, die nur an gewissen Feiertagen die Messe mitfeiern. Insgesamt beträgt der Anteil der Katholiken an der oö. Bevölkerung 78,2 %. Beim Seelsorgepersonal hielt die Diözese Linz am 1. 1. 1999 bei 473 Weltpriestern (um 7 weniger als ein Jahr zuvor) und 350 Ordenspriestern (minus 10 gegenüber 1. 1.1998). Andererseits hat die Zahl der Laienseelsorger/innen zugenommen: Sie stieg um sieben auf derzeit 169 Personen. Davon sind 115 (acht mehr als 1997) in der Pfarrseelsorge tätig. Auch die Gruppe der ständigen Diakone ist um vier (auf nun 55) angewachsen. Drei kirchliche Jugendleiter/innen kamen dazu, dzt. gibt es 45. Großen Anteil an der Seelsorge haben die Orden. Mehr als ein Drittel aller Pfarren wird von einem Stift oder einem anderen Orden mit Priestern versorgt. Von den 471 oö. Pfarren sind 97 einem Stift inkorporiert, weitere 68 Pfarren haben einen Stifts- oder Ordenspriester als Seelsorger. 77 Pfarren sind unbesetzt, werden also von auswärts priesterlich mitbetreut. In 13 dieser Pfarren fungiert ein/e Laientheologen bzw. -theologin als Pfarrassistent/in. Über 41.000 Personen haben 1998 die Dienste der Kirche in den Bereichen Kindergarten, Schule, Heime oder Sozialeinrichtungen in Anspruch genommen. In dieser Zahl sind noch nicht die Klienten der Caritas-Sozialdienste miteingerechnet. Allein in den kirchlichen Ordenskrankenhäusern in OÖ. wurden im Vorjahr mehr als 163.000 Aufnahmen verzeichnet.