In der Familien- und Schwangerenberatung der Caritas Innsbruck werden auch schwangere Frauen betreut, die sich eine Freigabe ihres ungeborenen Kindes überlegen. Viele Fragen treten in diesem Zusammenhang auf, z. B. „Kann ich bei der Wahl der Adoptiveltern mitreden? Sehe ich das Kind nie wieder? Was wird das Kind denken, wenn es von seiner Adoption erfährt?“ Der werdenden Mutter wird erklärt, daß sie Wünsche bezüglich der Adoptiveltern äußern kann, sie kann die zukünftigen Eltern kennenlernen. Wenn sie es wünscht, kann sie mit den Adoptiveltern Treffen vereinbaren. Diese erfolgen an einem neutralen Ort, mit Begleitung. Die abgebende Mutter verzichtet auf die Rechte und Pflichten dem Kind gegenüber, aber sie kann sich über die Entwicklung des Kindes jederzeit informieren. Um ein Kind von der Beratungsstelle zu bekommen, müssen die möglichen Adoptiveltern einen Informationsabend und einen Vorbereitungskurs besuchen. Weiters werden jährliche Gespräche erwartet. Diese intensive Vorbereitung soll gewährleisten, daß das Kind die bestmöglichen Voraussetzungen für seine Entwicklung vorfindet.Adoptiveltern, welche die leibliche Mutter kennengelernt haben, können dem Kind davon erzählen, daß die „andere Mutter“ es auch gern hat, daraus kann es Selbstwert und Vertrauen erlangen.
Kontaktstelle für Oberösterreich:Verein für Pflege- und Adoptiveltern, Dametzstraße 43/1, Tel. 0732/783251.
Katharina Huber ist Dipl. Sozialarbeiterin bei der Familien- und Schwangerenberatung der Caritas der Diözese Innsbruck.