Land, Kirche und Jugendorganisationen versuchen gemeinsame Antwort
Ausgabe: 1999/17, Jugend, Sinnsuche
28.04.1999
- Martin Kranzl-Greinecker
Ist Sinn in? Was zählt, wenn nichts mehr zählt? Woran können sich Jugendliche halten, wenn sie sich auf nichts mehr verlassen können?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Informations- und Diskussionsvorganges, der vom Land OÖ., vom Pastoralamt der Diözese Linz und von der Kath. Jugend initiiert wurde. In der Kirchenzeitung, mit Prospekten in Schulen sowie im Internet wurden die Fragen gestellt, hunderte Jugendliche haben darauf geantwortet. Wie auch aus Jugenduntersuchungen bekannt ist, kommt der Familie und dem Freundeskreis bei der Frage nach dem Sinn des Lebens besondere Bedeutung zu. Aber auch der Mangel an Werten, für die es sich zu leben lohnt, ist klar sichtbar. So formulierte etwa Kurt (18): „Gestern Nachmittag fuhr ich mit meinem VW-GTI durch die Gegend. Das war der Sinn dieses Tages.“– Ausdrücklich haben in vielen Texten Jugendliche ihre ablehnende Haltung gegen Drogen einerseits und Sekten andererseits betont.
Weil aber Sekten, Jugendsatanismus und Drogen auch vor der oö. Realität nicht Halt machen, läuft derzeit ein gemeinsames Programm von Kirche und Land OÖ., das über mögliche Gefahren informiert und gleichzeitig positive Angebote, die Sinn geben können, vorgestellt werden.
Bei einer Sinnsuche-Enquete am 29. April im Ursulinenhof Linz mit Jugendlandesrat Walter Aichinger, der Jugendsoziologin Prof. Ilse Kögler und Vertretern oö. Jugendorganisationen wird die Sinnfrage ebenso gestellt wie bei einem „Runden Tisch“ mit Landeshauptmann Pühringer Anfang Mai. Der ORF OÖ. widmet seine „Treffpunkt OÖ“-Sendung am 4. Mai (ORF 2, 16 Uhr) dem Thema „Sinnsuche“.