Ein kleiner Bub sitzt traurig auf einer Bank vor einem netten Haus. Eine Dame kommt vorbei, hört, wie der kleine Kerl tiefe Seufzer ausstößt, bleibt stehen und fragt teilnahmsvoll: „Was ist denn los?“ „Ich habe Probleme“, antwortet der, wieder mit einem tiefen Seufzer. „Probleme mit meiner Mama.“ „Erzähl mal“, fordert ihn die Dame auf. „Meine Mama steht immer als erste auf, damit schon ein Frühstück auf dem Tisch steht, wenn wir kommen. Während wir noch genüsslich frühstücken, räumt sie schon den Geschirrspüler ein und macht unsere Jause. Wir gehen dann in die Schule, Papa und Mami zur Arbeit. Aber Mama hat sich die Arbeit so eingeteilt, das sie schon vor uns zu Hause ist. Und das Mittagessen hat sie am Abend vorgekocht.“ „Bewundernswert, deine Mama“, sagt die Dame, „wie die alles schafft.“
„Ach, das ist noch nicht alles“, sagt der Bub, „sie macht mit uns Aufgabe, dann dürfen Freunde kommen oder wir unternehmen etwas, fahren mit dem Rad weg, gehen ins Bad oder auf den Spielplatz. Wenn wir dann müde heimkommen, räumt sie schnell zusammen, kocht für den nächsten Tag, bringt alles in Ordnung. Und dabei ist sie meist gut drauf, Ärger gibt es nur selten.“– „Aber das ist doch fabelhaft. Kannst du mir dann aber bitte erklären, warum du Probleme hast?“ „Ich habe Angst, dass es ihr einmal zu viel wird und sie dann davon laufen könnte!“