Unter starkem Beifall forderte der oberösterreichische Gewerkschaftsvorsitzende Hubert Wipplinger die Einführung der 35-Stunden- Woche bei einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und der Betriebsseelsorge in Linz. Auch das „Österreichische Netzwerk gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung“ fordert in einer Erklärung zum 1. Mai eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit und einen Abbau der ständig zunehmenden Überstunden. Wipplinger machte bei der KAB-Tagung die Dimension dieses Anliegens deutlich: Der Abbau aller Überstunden ergäbe rechnerisch 60.000 Arbeitsplätze. Derzeit sind in Österreich knapp eine Viertel Million Menschen arbeitslos. Neben der gerechteren Verteilung der Arbeitszeit fordern KAB und Netzwerk auch eine steuerliche Entlastung der Arbeitskosten. So würden 3,2 Billionen an veranlagtem Vermögen nur minimal besteuert.