Immer mehr christliche Gemeinden in Bayern werden im Umweltschutz aktiv. Sie installieren Solaranlagen auf Kirchendächern, bewirtschaften Kirchengrund ökologisch und unterstützen die regionale Vermarktung bäuerlicher Produkte. Der katholische und der evangelische Umweltbeauftragte der bayerischen Diözesen betonten, daß das Umweltengagement der Pfarren deutlich zugenommen habe. In München gebe es eine regelrechte Solarwelle. So haben sechs evangelische und sechs katholische Gemeinden Photovoltaik-Anlagen installiert. Da die Münchner Stadtwerke den überschüssigen Alternativstrom kostendeckend abnehmen, verdient jede beteiligte Gemeinde an die 40.000 Schilling pro Jahr, die z. B. in die Jugendarbeit investiert werden. Die evangelische Landeskirche plant nun in Franken die Aufstellung einer Windkraftanlage, durch deren Ertrag zusätzliche Umweltberater bezahlt werden sollen. Das Thema Umwelt steht im Mittelpunkt der „Woche für das Leben“ (ab 2. Mai) in Deutschland.
Die österreichische ARGE Schöpfungsverantwortung veranstaltet am 7. Mai in Wien eine Fachtagung für umweltgerechtes Handeln in Pfarren. Ökologische, theologische und praktische Aspekte sollen dabei behandelt werden (Tel. 01/51 5 52-36 67).