„Steinbach an der Steyr hat das Rad der Zeit vorgedreht“, sagte ein strahlender Bürgermeister, Ing. Karl Sieghartsleitner, am 29. April bei der Eröffnung des „Lebensmittelpunktes“, eines Nahversorgers in seiner Gemeinde.Steinbach drohte ein grober Rückschlag: Die Nahversorgung stand in Frage, als der Ortskaufmann keine/n Übernehmer/in fand. Daraufhin setzte die Gemeinde alles daran, eine Nahversorger-Drehscheibe im Ort zu erhalten. In der Firma Pfeiffer (Nah & Frisch) fand man einen Partner, der die Philosophie mitträgt: Im Dorf muß Leben sein! Bürgermeister Ing. Karl Sieghartsleitner ist auf vereinte Anstrengungen aller Kräfte in der Gemeinde stolz, die aus Steinbach seit zehn Jahren eine Herzeige-Gemeinde mach(t)en: Der Nachteil,abseits des bevorzugten Zentralraums zu liegen, spornte zu besonderen Projekten an. Vor 30 Jahren ist der bedeutendste Wirtschaftszweig von Steinbach – die Besteckindustrie – ins Trudeln gekommen. Die Gemeinde stand die Abwanderung der Jugend und der Verlust wichtiger dörflicher Lebensqualitäten bevor. Dagegen entwickelte sie eine Vorstellung ihrer Zukunft: Vorausschauend das Wichtige (Langfristige) vor das Dringende (Momentane) stellen. Die Kräfte bündeln, Bewährtes bewahren . . .Vor zehn Jahren ging man daran, diesen Steinbacher Weg zu beschreiten. Seither ist Beachtliches erreicht worden: Die Abwanderung wurde gestoppt, 124 außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze entstanden, neue Betriebe wurden gegründet, etwa 40% der Bürger arbeiten ehrenamtlich. . . Nun werden im Steinbacher „Lebensmittelpunkt“ auch Waren von ortsansäßigen Bauern und vom Fleischhauer verkauft. – Nahversorgung als Stein, auf dem andere Steine aufbauen können. Komm.-Rat Franz Winkler, Gremialvorsteher des Lebensmittelhandels, würdigte auch diesen Baustein für lebendige Orte. „Fahr nicht fort und kauf im Ort“ braucht einladende Voraussetzungen.