Helmut Schöne beim bayerisch-innviertlerischen Priestertreffen
Ausgabe: 1999/18, Schöne, Fernsehen
04.05.1999
- Matthäus Fellinger
Fernsehen ist besser als sein Ruf, sagt Hubert Schöne vom Bayerischen Fernsehen.
Öfter, ausführlicher und besser als vielfach behauptet, kämen Religion und Kirche in Fernsehen und Radio über die Bühne, meint Hubert Schöne, Leiter der Redaktion Kirche und Welt des Bayerischen Rundfunks. Als Redner beim 31. bayerisch-innviertlerischen Priestertreffens meinte er letzten Mittwoch im Stift Reichersberg: Viele Menschen mit einer „abgebrochene kirchlichen Lebensgeschichte“ – wie wiederverheiratete Geschiedene – müßten ihre religiösen Sehnsüchte notdürftig und fast schon heimlich stillen. Medien böten die Möglichkeit dazu. Allerdings – so Schöne – sollte sich die Kirche nicht gedankenlos den Gesetzmäßigkeiten der Medien unterordnen. Gerade in religiös-kirchlichen Programmen sollten Menschen ausreden und Gedanken zu Ende führen dürfen. Eher käme es auf die Annäherung von Standpunkten an als auf lautstarke Kontroverse. Statt kleinlichem und dummem Streit in eigenen Reihen sollte man sich in der Kirche auf ihre zentrale und schöne Aufgabe echter Glaubensweitergabe besinnen, riet der Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern in einer Predigt beim Priestertreffen.