Letztes Wochenende fanden sie wieder statt, die Gedenkfeiern an die Befreiung aus den Stätten des Grauens, die das NS-Regime in Österreich errichtet hatte. Die Geschichte mancher Nebenlager des KZ Mauthausen wurde erst in den letzten Jahren recherchiert und noch immer gibt es mancherorts Mauern des Schweigens . Sind die Zeugen von damals – Opfer, Täter und Zuschauer – erst einmal tot, wird Erinnerung noch schwieriger. Bevor ein besonders dunkles Kapitel NS-Geschichte auf österreichischem Boden – der Todesmarsch der ungarischen Juden 1944/45 – in Vergessenheit gerät, hat nun der ungarische Historiker Szabolcs Szita das Schicksal von 15.000 ungarischen Juden dokumentiert. Man hatte sie als Zwangsarbeiter verschleppt, zu Kriegsende kamen tausende ums Leben.
Szabolcs Szita: Verschleppt-Verhungert-Vernichtet. Werner Eichbauer Verlag Wien, 280 Seiten, viele Abbildungen; öS 498,–