Noch bevor unsere Kinder geboren worden waren, war es für uns klar, daß unsere Kinder von uns niemals eine Spielzeugpistole oder ein Spielzeuggewehr erhalten würden. Dabei bleiben wir, obwohl unser Sohn mit etwa vier Jahren immer wieder den Wunsch äußerte, auch ein Gewehr zu erhalten. Diesen Wunsch konnten auch unsere „Alternativspielzeugangebote“ nicht entkräften. Als wir schließlich bemerkten, daß unser Sohn deshalb sehr oft zum Nachbarn spielen ging, um dort fast ausschließlich mit einer Spielzeugpistole zu spielen, gaben wir nach: Sein Leidensdruck veranlaßte uns, ihm mit einem mulmigen Gefühl im Bauch ein Spielzeuggewehr zu kaufen. Die Freude war groß, das Interesse daran anfangs auch. Nach etwa zwei Wochen jedoch hatte das Gewehr den Stellenwert eines gewöhnlichen Spielzeugs und wird von Zeit zu Zeit benützt. Uns wurde klar, daß es künftig zwischen unseren Prinzipien und dem Wohl des Kindes abzuwägen gilt.