Die Kirche setze noch immer auf alte Rezepte – in der Seelsorge ebenso wie im Bemühen um geistliche Berufe. Dies betonte der Steyler Missionar P. Franz Helm bei einem Symposium der österreichischen Bischöfe und Seminarregenten. Als Hauptursache für die kirchlichen Nachwuchsprobleme sieht Helm die versäumte Einwurzelung der Kirche in die veränderte Gesellschaft. Die Überalterung der Gemeinden zeige das ebenso wie der sehr häufig fehlende Zugang zu der Art und Weise, wie junge Menschen das Leben sehen und es leben. Um zu der geforderten Einwurzelung zu kommen, empfahl Helm der Kirche, zuerst nach ihrem Dienst an den heutigen Menschen zu fragen und erst dann nach den „Dienst-Ämtern“, die dafür nötig sind. Dabei werde man erkennen, daß die Konzentration des kirchlichen Dienstes auf die „Kleriker“ zugunsten einer neuen Vielfalt überwunden werden müsse.