Statt eines Karenzgeldes für alle Mütter fordern die Ministerinnen Prammer und Hostasch eine Anhebung des Karzengeldes für den bisherigen Bezieher/innenkreis entsprechend dem Einkommen. Statt 5700 Schilling soll das Karenzgeld künftig zwischen 6000 und 14.000 Schilling betragen. Wer mehr verdient hat, bekommt mehr, damit, so heißt es, auch die Väter leichter Karenz nehmen können. Das hat eine gewisse Logik. Aber sollen ausgerechnet deshalb, weil trotz 30jähriger sozialistischer Regierungsverantwortung Frauenarbeit immer noch schlechter bezahlt ist, geringfügig Beschäftigte, frei Dienstnehmerinnen, Hausfrauen und Studentinnen, die in ihrer Mehrzahl das Karenzgeld am dringendsten benötigen, durch die Finger schauen?