Am 13. Mai gab die Prager Regierung bekannt, daß sie mit 8 zu 11 Stimmen für den Weiterbau des AKW Temelin gestimmt hat. Was bedeutet dies für den Widerstand? Wir sprachen mit Dana Kuchtová von den Südböhmischen Müttern gegen Atomgefahren.
Kuchtová: Für den Baustop stimmten acht Minister, mehr als wir erwarteten. Natürlich sind wir auch enttäuscht. Wir haben auf die Vernunft und darauf gehofft, daß die Regierung ihr Wahlversprechen erfüllt – Referendum usw. – Es war jetzt der zweite, nicht der letzte Versuch, den Bau zu stoppen. Wir hören nicht auf!
Braucht es eine neue Strategie?
Kuchtová: Wir müssen uns auf technische und rechtliche Fragen konzentrieren.
Was soll Österreich tun?
Kuchtová: In der EU darauf drängen, daß von Tschechien die Einhaltung der technischen und Umwelt-Standards gefordert wird. Hilfreich wäre auch ein konkretes Ausstiegsangebot.