Den Haag. Eine weltweite Entlassung von Kindersoldaten und ein Verbot, Minderjährige zu rekrutieren, forderte das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF bei einer Friedenskonferenz in Den Haag. Derzeit würden in 25 Ländern der Erde an die 300.000 Minderjährige als Soldaten mißbraucht. Oft seinen sie kaum älter als acht Jahre. Über die massiven psychischen Deformationen von Soldatenkindern hat man nach dem Ende der Bürgerkriege in Angola und Mozambique erschreckende Erfahrungen gemacht.
Schutzzonen um NS-Lager
Warschau. Der polnische Staatspräsident hat vergangene Woche ein Gesetz unterschrieben, mit dem „Schutzzonen“ um neun ehemalige Konzentrationslager geschaffen werden. Demnach dürfen in einer 100 Meter breiten Zone rund um die Lager weder Bauten und Denkmäler errichtet werden noch Versammlungen stattfinden. Polen hofft, damit auch den Konflikt um das KZ Auschwitz beenden zu können. Dort wurde letztes Jahr ein beim Papstbesuch 1979 verwendetes Kreuz am Rande des Vernichtungslagers aufgestellt. Jüdische Organisationen hatten die Entfernung des christlichen Symbols gefordert, weil sie das Gelände, in dem mehr als eine Millionen Juden getötet wurden, als jüdischen Friedhof ansehen. Daraufhin begannen nationalistische katholische Splittergruppen weitere Kruzifixe, bisher insgesamt 300, aufzustellen.
Bürgerkrieg in Mazedonien?
Bonn/Skopje. Aus Mazedonien müßten rasch Zehntausende Flüchtlinge in andere Länder gebracht werden. Die deutsche Caritas warnt vor einem möglichen Bürgerkrieg, da die slawische Bevölkerungsmehrheit durch den Zustrom der Flüchtlinge einen Albaner-Überhang fürchtet.