Neue Wege der Entschuldung armer Länder hat die österreichische Kampagne „Erlaßjahr 2000“ gefordert. Die von Kirchen und Entwicklungsorganisationen getragene Initiative schlägt vor, daß Österreich den hochverschuldeten Ländern ihre Ausstände nicht einfach schenkt, sondern daß diese einen Teil ihrer Kreditschulden in lokaler Währung in gemeinsam verwaltete Fonds einzahlen. Aus diesen Fonds sollen Entwicklungsprojekte finanziert werden, die breiten Bevölkerungsschichten zugute kommen. Vorbild für dieses Modell ist die Schweiz, die mittlerweile in zehn Schuldnerländern derartige Fonds errichtet hat. Diese Art des Schuldennachlasses führt dazu, daß davon die Bevölkerung profitiert und nicht die Herrschenden und daß die Schuldenfalle nicht gleich wieder zuschnappt. Die 40 ärmsten Entwicklungsländer schulden Österreich rund 24 Milliarden Schilling.