Der Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs, P. Dr. Alois Riedlsperger SJ spricht sich in der Zeitschrift „Interesse“ für die „Erdung“ des Dialogs mit der Praxis des sozialen Engagements aus. Wenn die Kirchen ein neues Sozialwort vorbereiten, könne es nicht primär um ein Papier gehen sondern um einen verbindlichen Dialog, meint Riedelsperger. Der Anstoß zu so einem neuen Sozialwort als einem ökumenischen Prozeß kam von der Delegiertenversammlung im Oktober des Vorjahres. Dieser „soziale Dialog“ werde dadurch eine Verbindlichkeit erreichen, in dem vor allem jene miteinbezogen werden, die in Einrichtungen oder Initiativen durch ihr Engagement eine praktische Antwort auf die aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu geben versuchen. Riedelsperger schlägt fünf Schritte vor: Präsentation entsprechender Einrichtungen und Initiativen in der Kirche; Bewertung der aktuellen gesellschaftlichen Fragen; breite Diskussion; Sammlung der Stellungnahmen, dann Veröffentlichung des Sozialwortes mit „Selbstverpflichtungen“.