Rund 3000 Kosovo-Flüchtlinge wurden bisher aus Mazedonien eingeflogen. Sie gehören zu jenem Kontinget von 5000 Flüchtlingen, die Österreich im Rahmen einer internationalen Vereinbarung aufnehmen will. Laut Verordnung der Bundesregierung vom 27. April 1999 werden jene bevorzugt, die Verwandte in Österreich haben. Außerhalb dieses Kontingentes bekommen auch jene Flüchtlinge ein befristetes Aufenthaltsrecht, die bereits vor Kriegsausbruch in Österreich waren. Kinder, Ehegatten und nahe Verwandte von Kosovo-Albanern, die legal in Österreich sind, können ebenfalls ein Aufenthaltsrecht bekommen – allerdings mit großen Hürden. Derzeit werden nur Flüchtlinge aus Mazedonien nach Österreich evakuiert. Aus Albanien und Montenegro, wo ebenfalls Tausende Verwandte von in Österreich lebenden Albanern auf der Flucht sind, gibt es faktisch keinen Weg nach Österreich. Der bürokratische Zaun ist hochgezogen. Die Einreise ist nur möglich: Mit einem gültigen Reisepaß, den kaum ein Vertriebener hat, einem Visum der Botschaft in Tirana, wohin die Flüchtlinge aufgrund der chaotischen Situation im Land kaum kommen können, und mit einer „tragfähigen Verpflichtungserklärung“, daß die in Österreich lebenden Verwandten für alle Kosten aufkommen. Und Hilfsflüge werden nicht durchgeführt. „Damit treibt man die Leute geradezu in die Hände von Schleppern“, sagt die Caritas. Sie fordert, daß Familienangehörige auch aus Albanien unbürokratisch einreisen können und in die Bund-Länder-Aktion aufgenommen werden, damit sie eine Grundversorgung haben.