Führende Vertreter der Religionsgemeinschaften in Frankreich haben sich bei einer Medizinertagung in Paris für eine verbesserte medizinische und menschlich-spirituelle Begleitung Sterbender und gegen die Euthansie ausgesprochen. In Frankreich gib es seit Sommer 1998 eine heftige Debatte über „aktive“ und „passive“ Sterbehilfe, nachdem eine Krankenschwester zugegeben hatte, mindestens 30 Menschen zum Tod „verholfen“ zu haben. Vorstöße der Regierung zu einer „Liberalisierung“ der Sterbehilfe sind bislang auf breiten Widerstand, auch unter Ärzten und Juristen, gestoßen.