Der Innsbrucker Bischof Alois Kothgasser wies die jüngsten Angriffe von FPÖ-Politikern und „Kronenzeitung“ auf die Caritas scharf zurück. Die Caritas war wegen ihres Eintretens für eine menschliche Asylpraxis und für einschneidende Reformen nach dem „Fall Omofuma“ „buchstäblich mit Bösartigkeiten angeschüttet worden“, kritisiert Caritasbischof Kothgasser. Er ermunterte die Verantwortlichen und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Caritas, sich nicht einschüchtern zu lassen und den eingeschlagenen Weg für notleidende Menschen in Treue weiterzugehen. Die Caritas sei ein unverzichtbarer Teil der Kirche, auch wenn es manchmal gefährlich sei, für Liebe und Wahrheit einzutreten. Auch Kardinal Schönborn und KA-Präsident Friesl wandten sich mit außerordentlich deutlichen Worten gegen die Angriffe und Polemiken auf die Caritas. Friesl trat jenen entgegen, die meinen, die Caritas und die Kirche sollten sich damit begnügen, Balsam auf die Wunden zu streuen, die durch eine zunehmend menschenrechtswidrige Ausländerpolitik geschlagen würden. Die Kirche, so Friesl, könne zu gesellschaftlichem Unrecht nicht schweigen. Der Einsatz für eine menschlichere und gerechtere Welt gehöre ebenso zu ihrem Auftrag wie die praktische Nächstenliebe.