Es gebe keinen Grund für Jubelmeldungen der Regierung über die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Damit reagierte die Katholische Sozialakademie (KSÖ) auf Schlagzeilen über den Rückgang der Arbeitslosigkeit. Insgesamt gab es im März 1999 mit 252.000 vorgemerkten Arbeitsuchenden um 8389 weniger Arbeitslose als im Vorjahr. Das sei kein Grund, von einem „Jobwunder“ oder gar von einer „Trendwende“ zu sprechen, betont die KSÖ. Ein Großteil der neuen Jobs entfalle auf schlecht bezahlte Teilzeitarbeit im Dienstleistungssektor (Handel etc.), während die Arbeitsplätze in der Produktion weiter zurückgehen. Außerdem würden die Zahlen durch die Versicherungspflicht geringfügig Beschäftigter sowie durch die Herausnahme von Arbeitslosen in Schulungsmaßnahmen aus der Statistik geschönt, betont die KSÖ. Eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Einkommen sei unerläßlich.