Es ist nicht einfach so dahergeredet oder lieb gemeint, aber wirkungslos: Gottes Wort, gesprochen durch den Propheten, ist, wirk-mächtig. Elischa, beschenkt durch die Gastfreundschaft der Frau, will sich dankbar zeigen, fragt nach, wie er ihr dies zeigen könne. Die Frau zweifelt, doch die Worte sind zuverlässig (siehe der bei der Lesung fehlende Schluß der Erzählung V. 16b–17).Eines Tages ging Elischa nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam. Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, daß dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist. Wir wollen ein kleines gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich dorthin zurückziehen. Als Elischa eines Tages wieder hinkam, ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen. (. . .) Und als er weiterfragte, was man für sie tun könne, sagte Gehasi: Nun, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. Da befahl er: Ruf sie herein! Er rief sie, und sie blieb in der Tür stehen. Darauf versicherte ihr Elischa: Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.
2. Lesung Röm 6, 3–4. 8–11
Christus ging durch seine Menschwerdung und durch seinen Tod eine Schicksals-gemeinschaft mit uns Menschen ein. Durch die Taufe, so Paulus, sind nun wir hinein-genommen in die Erlösungstat Gottes.Wißt ihr denn nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.