In 130 Ländern leben in ca. 350 Kinderdörfern 34.200 Kinder. „Bis sie selbständig in der Lage sind, ihren eigenen Lebensweg zu gehen“, bleiben sie im Normalfall hier. Es gibt auch Kinderdorf-Zusatzeinrichtungen: In den armen Ländern sind es vor allem medizinische Zentren, Schulen und Nothilfeprogramme. Bei uns sind es etwa Wohngemeinschaften oder Wohn- und Arbeitsprojekte für Jugendliche, wie der im Mai 1999 eröffnete „Franz-Staufer-Hof“ in Frankenmarkt („therapeutischer Bauernhof“) oder Kindergärten. In Altmünster ist dieser zwar im Dorf integriert, wird aber neuerdings von der Gemeinde geführt. „Simba“ heißt ein neues Projekt in Altmünster; Kinder ab zwei Jahren, für die ihre Eltern vorübergehend nicht sorgen können, werden bis zu einem halben Jahr betreut. Dieses Vorübergehende ist ein wesentlicher Unterschied zum eigentlichen Kinderdorf. Der Österreich-Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf, Dr. Wilfried Vyslozil, verweist darauf, daß die Kinderdörfer auf langfristigen Aufenthalt vorbereitet sind. Kinder aus schwierigen Herkunftsfamilien haben hier Platz.