Wenn das Karenzgeld für alle Mütter nicht kommt, dann geschehe das aus ideologischen und wahltaktischen Gründen. Diese seien aber fehl am Platz, wenn es um das Wohl der Familien und der Kinder gehe, betonte der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Frieder Herrmann. Er antwortete damit der neuen ÖGB-Frauenvorsitzenden Renate Csörgits, die sich strikte gegen ein Karenzgeld für alle ausgesprochen hatte. Herrmann präsentierte auch einen neuen Vorschlag: Demnach soll es ein Grundkarenzgeld für alle in der derzeitigen Höhe (5700 Schilling) geben; Erwerbstätige sollen einen einkommensorientierten Zuschlag aus der Arbeitslosenversicherung erhalten, wodurch auch Männer leichter Karenz nehmen könnten.