„Damit nach der blutigen Tragödie aus dem Stillstand der Waffen ein Frieden in Gerechtigkeit wird, bedarf es einer gesamteuropäischen Allianz.“ Dies betonten die österreichischen Bischöfe vergangene Woche in einer Erklärung zur Situation auf dem Balkan. Einen „Stabilitätspakt der EU“ für den Balkan, der die betroffenen Länder in die Verantwortung für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Region einbinde, forderte auch Erhard Busek. Der ehemalige Vizekanzler hat als Leiter des „Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa“ an entsprechenden Vorgesprächen der EU-Länder teilgenommen.
Ausdrücklich unterstützen die Bischöfe in ihrer Erklärung das Engagement der Caritas für die Vertriebenen, die in ihre Heimat Zurückkehrenden und für die Opfer der Bombardierungen. Sie begrüßen es, wenn die Caritas sowohl kosovo-albanische als auch serbische Opfer des Krieges unterstützt. Der österreichischen Bevölkerung danken sie für die große Hilfsbereitschaft. Die Regierung fordern sie auf, bei der in bestimmten Fällen weiterhin notwendigen Aufnahme von Flüchtlingen in Österreich unbürokratisch zu handeln. Besonders wichtig, so die Bischöfe, sei eine neue Zusammenarbeit der Kirchen und Religionen für den Frieden auf den Balkan.