„Duchenne Muskeldystrophie“ tritt bei einem von 3000 neugeborenen Buben auf. In Oberösterreich sind 25 bis 30 Kinder betroffen. „Marathon“ heißt ein Verein von Eltern und Angehörigen, von Familien, deren Kinder an verschiedenen Muskelkrankheiten leiden. „Wir wollen aus der Isolation ausbrechen, in die uns die Krankheit unserer Kinder gedrängt hat“, heißt es in einem Info-Folder der Selbsthilfegruppe, die Mitglied des Dachverbandes der oö. Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich ist. „Marathon“ will die Krankheiten und ihre Probleme in der Öffentlichkeit bekanntmachen, betroffenen Familien materielle, moralische und technische Hilfe geben, bestmögliche Therapien zukommen lassen. . . Muskeldystrophie: Langsam schreitet der Schwund von Muskelzellen fort. Eine spezielle, schwer verlaufende Form dieser Muskeldystrophie, die Duchenne Muskeldystrophie, wird durch einen Defekt im Wandaufbau der Muskelzellen verursacht. Die Ursache liegt in einem „Programm“-Fehler der Erbinformation. Die Krankheit ist vererbbar. Durch die Lokalisation am X-Chromosom sind fast ausschließlich Buben betroffen. Obwohl die Krankheit ab der Geburt besteht, wird sie oft erst später erkennbar, die Symptome nehmen fortschreitend an Schwere zu (Lauf- und Stiegensteigprobleme, Rollstuhl, ... bis das Kind schließlich Hilfe rund um die Uhr braucht). Eine Heilung ist derzeit noch nicht möglich. Doch können der Krankheitsverlauf verzögert, Komplikationen verhindert und das Leben erleichtert werden.
„Marathon“-Kontaktadressen: Heinz Rathberger, Prandtauerstraße 4, 4490 St. Florian, Tel. 07224/58 54. Dr. Rudolf Schwarz, Landeskinderklinik Linz, Krankenhausstraße 26, 4020 Linz, Tel. 0732/69 23-22 21.