Zwei Wochen lang ist in der afrikanisch geschmückten Volksschule Stadl-Paura der schwarze Kontinent hautnah zu spüren. Die Idee zum Afrikaprojekt kam vom Lehrer-Ehepaar Baur. Er unterrichtet in der Volksschule Lambach, sie in Stadl-Paura. Obwohl die beiden Orte nur durch die Traun getrennt sind, gab es bisher wenig Verbindendes. Das gemeinsame Projekt der Schulklassen des Lehrerpaares umfaßte beide Ufer So waren Lambacher Kinder eine Woche zu Gast in Stadl-Paura. Als inhaltlicher Schwerpunkt des flußüberschreitenden Projektunterrichts wurde Afrika gewählt. Nicht zufällig, denn seit genau fünfzig Jahren hält die in Stadl-Paura beheimatete MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) engen Kontakt mit den Ländern des Südens.
Zum MIVA-Jubiläum Ende Juli werden tausende Gäste in Stadl-Paura erwartet. So steigt am 23. Juli ein Jugendevent, am 24. Juli ist beim „12.000 Schritte-Marsch“ symbolisch die ganze Welt zu erwandern. MIVA-Direktor Franz X. Kumpfmüller ist glücklich, daß die Bewohner der MIVA-Gemeinde von klein bis groß sich schon jetzt der weltweiten Thematik widmen. Natürlich war auch er als Gastreferent in der Volksschule eingeladen. Kumpfmüller erzählte über die Bereitstellung von Transportmitteln in aller Welt.
Es war ein Projekt für Leib und Seele: die Kinder spürten, wie es ist, im Unterricht am Boden zu sitzen. Sie bedruckten Kleidungsstücke, hörten afrikanische Märchen, lernten Lieder und Tänze. Fladenbrot gab’s zu essen und Hirsebrei. Das Fladenbrot stieß auf so große Zustimmung, daß für die zweite Projektwoche beim Bäcker nachbestellt wurde.
Den Projektabschluß bildet am 2. Juli ein großes Wasserfest, bei dem auch der neue, weitgehend in Eigenregie gebaute und finanzierte Pausenhof samt einladendem Brunnen eröffnet wird. Kein Wunder, daß alle vor Freude strahlen – Kinder, Eltern, der Direktor und die Lehrkräfte.