Straßburg. Der Europarat in Straßburg hat die 41 Mitgliedsstaaten aufgefordert, aktive „Sterbehilfe“ (Euthanasie) zurückzuweisen. Auch der von Sterbenden oder unheilbar Kranken geäußerte Todeswunsch dürfe niemals eine Begründung für die Herbeiführung des Todes sein. Gleichzeitig fordern der Europarat den Ausbau der sterbebegleitenden Medizin und Pflege. Im Hinblick auf „lebensverlängernde Maßnahmen“ vertrat der Europarat die Meinung, kein unheilbar Kranker oder Sterbender dürfe einer Behandlung unterzogen werden, die er nicht wolle.
EU kooperiert mit Ostkirchen
Brüssel. Die Europäische Union und die orthodoxen Kirchen wollen in Hinkunft verstärkt bei Entwicklungsprogrammen für Ost- und Südosteuropa zusammenarbeiten. Das wurde bei Beratungen in Luxemburg vereinbart, an denen auch Bischof Staikos aus Österreich als Vertreter des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel teilnahm. Zurückgewiesen wurde die u. a. von Minister Farnleitner gemachte Behauptung, daß Europa dort ende, wo die Orthodoxie beginne.
Wirtschaft ohne Ethik?
München. Eine globale Marktwirtschaft, die nur zu ihrem Selbstzweck existiert, hat der Theologe Hans Küng vor dem Politischen Club der CSU verurteilt. Wirtschaft müsse im Dienst des allgemeinen Wohls und der Bedürfnisse der Menschen stehen und dürfe nicht eigenen Gesetzen und Sachzwängen unterworfen werden. Man dürfe nicht glauben, daß es keine moralischen Grenzen für die Wirtschaft gebe, betonte Küng. Diese ethischen Maßstäbe weltweit auf sozialem und ökologischem Gebiet einzufordern, sei unverzichtbare Aufgabe der Politik.