französischer Kulturtheoretiker, gilt auf dem Feld der Humanwissenschaften als ähnlich bedeutsam wie Marx oder Freud. Seine biblisch fundierten Theorien eignen sich für einen gewaltfreien Ausweg aus dem Kampf der verfeindeten gesellschaftlich-kirchlichen Lager. Dr. theol. Ludwig Ecker, Referent im Form St. Severin (Kath. Akademikerverband) legte eine Dissertation über René Girard vor.
Ludwig Ecker: Zwischen Recht und Vergebung. Der Beitrag René Girards zur Beschreibung christlicher Existenz. Verlag H. Wagner, Linz. 303 Seiten, S 160,–
Hilft Österreich vorbildlich?
Dr. Christoph Mülleder, Leiter der Caritas-Auslandshilfe, verfaßte eine Doktorarbeit zum Hauptthema seiner Branche: Wie ist in Krisensituationen effektiv zu helfen? Mülleder analysiert die österreichische Hilfe während der Konflikte 1991 bis 1997 in Ex-Jugoslawien. Die Analyse schließt die Ursachen der Katastrophe und soziale wie wirtschaftliche Hintergründe des Zerfalls mit ein. Der Autor entwickelt zudem ein Modell, mit dem Österreichs Hilfe besser steuer- und überprüfbar ist.
Christoph Mülleder: Die Evaluierung der österreichischen humanitären Hilfe im ehemaligen Jugoslawien als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines einheitlichen Modells zur Erfassung und Dokumentation von Hilfsmaßnahmen, Universitätsverlag Rudolf Trauner, Linz. 245 Seiten, S 268,–
Auf der Flucht.
Seit Menschen die Erde bevölkern, ziehen sie von Ort zu Ort. Manchmal freiwillig, oft als Folge von Krieg, Unterdrückung oder Gewalt. Gar nicht selten wandern Menschen, weil sie die Natur am bisherigen Ort als lebensfeindlich erfahren. Der Linzer Sozialwirt Thomas Roithner untersuchte ökologisch bedingte Wanderbewegungen anhand konkreter Beispiele: die zur Wüste gewordene Sahelzone, der für Ägypten und Bangladesh bedrohliche Anstieg des Meeresspiegels oder die Schrumpfung des Aralsees. Umwelt- und friedenspädagogische Impulse zum Thema „Flucht“ geben dem Buch eine praxisorientierte Note.
Thomas Roithner: Eine Welt in Bewegung – Ursachen und Folgen umweltbedingter Migration (hsg. von H. Holley, K. Zapotoczky), Universitätsverlag Rudolf Trauner, Linz. 200 Seiten, S 248,–